Einer für alles: Der Musikserver Nucleus+ von Roon Labs

Mit der Software und Plattform Roon hat Roon Labs vor geraumer Zeit eine Streaming-Lösung auf den Markt gebracht, die diese Art der Musikwiedergabe auf ein neues Level gehoben hat. Die Roon Software lässt sich mit Produkten einer Vielzahl verschiedenster Hersteller (wie beispielsweise Auralic, Bluesound, Bowers & Wilkins, Naim) verknüpfen und inzwischen wurde sie durch eine passende Hardware ergänzt: Den Nucleus+ Musikserver.

Roon Labs haben zwei Musikserver entworfen, die Musikmedien verwalten, in Hi-res abspielen und dabei die Leistung der Roon Software unterstützen: Den Nucleus und den Nucleus+. Da der Nucleus+ noch schneller ist als sein kleiner Bruder, eine höhere Kapazität besitzt und mit noch mehr Geräten kompatibel ist, wenden wir uns nachfolgend dem größeren der beiden Modelle zu. Gemein haben die beiden Modelle natürlich, dass die Roon Software zur Benutzung von Nöten ist, welche durch Eingabe des Lizenzschlüssels freigeschaltet wird. Im Lieferumfang ist diese nicht enthalten.

Optik und Anschlüsse

Bei der Entwicklung des Nucleus+ hat Roon Labs sich mit Intel, dem US-amerikanischen Halbleiterhersteller, zusammengeschlossen, um den Server in Bezug auf Design und Funktionalität zu optimieren. Entstanden ist ein Gerät, das gänzlich ohne Lüfter auskommt. Das funktioniert, weil das grau-schwarze Aluminiumgehäuse wie ein Kühlblech wirkt und so einen Temperaturausgleich schafft. Es wurde ein fast schon industriell aussehender kleiner Kasten kreiert, der einen unauffälligen Platz im Regal findet.
Selbstredend ist die Kompatibilität mit möglichst vielen Partner-Marken das Credo von Roon. Das spiegelt sich nachweislich in den Anschlüssen wider, beispielsweise gibt es keine analogen Ausgänge mehr. Kein Lämpchen leuchtet an der Vorderseite auf und sämtliche Anschlüsse sind auf der Rückseite angebracht. Dabei handelt es sich um einen Netzanschluss, Thunderbolt- und Ethernet-Anschluss, zweimal USB 3.0 sowie einen HDMI-Anschluss, der sowohl stereo- als auch multichannelfähig ist. Musik wird demzufolge über die Roon Software, USB, HDMI und Streaming-Plattformen aus dem Internet eingespeist und abgespielt.

Technik und Bedienung

Kurz einmal zurück geschraubt: Die ursprüngliche Roon Software besteht aus drei Komponenten. Der zentrale Server ist für die Verwaltung der Daten verantwortlich und lief bisher über den Computer. Die App kontrolliert die Software und das Ausgabemedium gibt die Musik wieder. Mit dem Nucleus+ ist nun die letzte Lücke in Sachen Hardware geschlossen: Das Modell selbst enthält eine 128 GB große Festplatte, kann aber auch noch um eine Festplatte erweitert werden, um den Speicher noch größer zu gestalten. Dabei können alle Formate von MP3 oder FLAC über WAV bis hin zu DSDs im DSF-Format wiedergegeben werden. Der Nucleus+ ist Server und Player zugleich.
Da in dem Musikserver keine beweglichen Teile zum Einsatz kommen, wird das beeindruckende Klangerlebnis nicht beeinflusst. Auch ein Lüfter ist nicht hörbar, da dieser nicht vorhanden ist. Damit ist der Garant für ein tolles Hörerlebnis geschaffen.
Roon OS, die Software des Nucleus+, wurde basierend auf dem Linux-Betriebssystem komplett neu geschrieben. Sie wird über das Internet aktualisiert und verwaltet, was die langanhaltende Nutzbarkeit des Nucleus+ gewährleistet. Gesteuert wird sie über die Roon App, die für Android und iOS verfügbar ist bzw. über den Windows-PC und Mac.

Fazit

Der Roon Labs Nucleus+ ist der zentrale Server für das gesamte Roon-Netzwerk. Er kombiniert ein intelligentes Betriebssystem mit leistungsstarker Hardware. Mit dem Musikserver möchte Roon Labs die firmeneigene Software (die wir an dieser Stelle ausführlich unter die Lupe nahmen) einem noch breiteren Publikum auf möglichst komfortable Weise näher bringen – und das ist gelungen! Wer Roon liebt, wird große Freude an dem Nucleus+ haben, da in ihm alle Vorteile der Software mit verschiedensten Endgeräten verknüpft werden.

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