Wenig Platz, kleines Budget… und trotzdem hohe Ansprüche an den Klang?

Kompakte Abmessungen & überschaubares Investitionsvolumen sind kein Hinderniss eine passende Anlage fürs Geld zu finden. In der Regel werden bei uns kleine Anlagen vor allem für kleine Räume gesucht und empfohlen – eine Kombination die ausgesprochen gut funktioniert!

Das Preis/Leistung-Verhältnis ist bei ausgewählten Mini-Anlagen ausgezeichnet, vor allem die Elektronik vieler kleiner Modelle überzeugt durch Verarbeitung, Ausstattung und Leistung. Bei der Wahl der Boxen gilt wie immer: Geschmäcker sind verschieden. Wir stellen Ihnen hier einige außergewöhnlich gut harmonierende Konstallationen vor – es gibt aber auch andere herausragende Kombinationsmöglichkeiten, die aber von Fall zu Fall besprochen werden sollten.

Minianlagen_Komplett

Marantz MCR 610 „Melody“, Minx Xi, Denon 109 an Kef Q100

TOP-Ausstattung: Optische Digitaleingänge für den TV-Anschluss, DAB+ für digitalen Rundfunk, UKW, USB nebst iPod-Unterstütztung und – in der gehobenen Klasse- sogar Internetradion und Streaming sind eine TOP-Ausstattung die kaum ein größerer Receiver bietet ist bei vielen Mini-Anlagen heute Standard.

Leistung: In Zeiten von digitalen Endstufen und Class D-Technik sagt die Kompaktheit einer Anlage nicht mehr viel über deren Leistungsfähigkeit aus. Da digitale Endstufen andere Anforderungen an Lautsprecher stellen als klassische Transistor-Endstufen kommt es gerade bei einigen Digitalendstufen besonders darauf an Anlage und Boxen geschickt zu kombinieren.

Mitgelieferte Lautsprecher: Spätestens bei den Boxen im Lieferumfang trennt sich die Spreu vom Weizen. Oftmals wird ein Großteil des Preises einer Anlage bei der Fertigung für die Elektronik aufgewendet. Die Boxen sind dadurch nicht selten ausgesprochen schwach auf der Brust. Daher ist es immer ratsam die mitgelieferten Boxen mit rennomierten Lautsprechern zu vergleichen. Es wäre doch schade wenn man die Anlage durch schlechte Lautsprecher deutlich abwertet.

Die Anlagen & Boxen:

Der Denon DRA-F109 DAB+-Receiver bietet für 239€ den perfekten Gegenwert fürs Geld – insbesondere dann, wenn man entweder nur den CD-Spieler DCD-F109, oder ohne Netzwerkspieler DNP-F109 benötigt. Aufgrund der Einzelbausteine lässt sich die 109er optimal an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ein besonderes Highlight sind die für „Beipackboxen“ ungewöhnlich guten SC-F 109 Kompaktboxen, welche zusammen mit einem deutschen Ingenieurbüro unter dem Apsekt „Preis/Leistung“ entwickelt wurden. Für 160€ / Paar können wir keine anderen Boxen empfehlen – zumal die Denon-Anlage per voreingestelltem Equalizer besonders gut mit den Boxen aus dem Lieferumfang harmoniert. Als Upgrade bietet sich die KEF Q100 an, welche für 498€ / Paar nochmals dynamischer, auflösender und klarer musiziert.

Marantz MCR-610: Ausgestattet mit gleich vier Endstufen und kompletter Ausstattung in einem Gehäuse bietet die Marantz Melody MCR-610 besonders viele Möglichkeiten. Klangpuristen freuen sich über die Bi-Amping Schaltung, welche bei einer Anlage dieser Preis- und Größenklasse außergewöhnlich ist. Selbst einige große Standboxen lassen sich darüber hervorragend antreiben. Multiroom-Sympathisanten können zwei weitere Boxen autark betreiben und über die Marantz-App direkt aus dem Nachbarzimmer steuern. Dank DAB+, UKW, CD, USB, iPod, Digital- und Analogeingang sowie Netzwerkunterstützung sind alle Ausstattungsoptionen fest verbaut.
Da die MCR-610 generell ohne Lautsprecher verkauft wird sind gute Boxen eines anderen Herstellers Pflicht. Besonders gut harmoniert die Anlage mit den B&W 685S2, welche dank herausregender Chassis mit einer einfachen Weiche zurechtkommt – das passt ausgezeichnet zu den Digitalendstufen der Anlage, welche mit Phasendrehungen und Impedanzschwankungen wie sie manche komplexe Frequenzweiche verursacht klanglich nicht immer harmonieren.

Cambridge Audio Minx Xi: Eine ganz besondere Kompaktanlage hat Cambridge aus zweierlei Gründen im Portfolio. Zum einen ist die Minx Xi ganz klar kein Ausstattungswunder. Sie verzichtet auf CD-Spieler, Analoge Tuner etc. und widmet sich im wesentlichen der Verarbeitung digitaler Daten. Egal ob Streaming via Lan, Wlan oder Bluethooth (Wlan und Bluetooth benötigen jeweils einen optionalen Dongle!), optisches oder elektrisches Digitalzuspiel, die MINX Xi hat die entsprechenden Anschlüsse parat. Auch zwei Analoge Quellen lassen sich einspeisen. Endstufentechnisch bietet die MINX Xi die beste Performance im Testfeld. Dank leistungsstarker Transistor-Endstufen die im Class-A/B-Modus arbeiten ist die MINX Xi zudem auch in der Lage selbst komplexe Lasten anzutreiben. Dadurch lässt Sie sich mit so mancher Standbox – oder auch mit besonders anspruchsvollen Kompaktboxen – kombinieren. Perfekt geeignet für die neue Silver-Serie von Monitor Audio! Aufgrund der ausgezeichneten Bass-Performance bietet sich diese Kombination vor allem dann an, wenn die Boxen nicht in einem Regal eingepfercht werden, sondern frei stehen können aus Boxenständern oder einem Sideboard. Preislich konkurriert die MINX Xi aber auch schon mit „ausgewachsenen“ Stereoanlagen im 43-Zentimeter-Format. Doch dazu nächste Woche mehr.

Kompaktboxen:  B&W 685S2, KEF Q300, Monitor Audio Silver 1

Kompaktboxen:
B&W 685S2, KEF Q300, Monitor Audio Silver 1

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