Vorstellung: Opera Audio Consonance M100 Plus & Linear 200

Röhren(voll)verstärker führen ein Nischendasein und sind dementsprechend auch hier eher selten ein Thema. Umso mehr freuen wir uns an dieser Stelle auf die Modelle M100 Plus und Linear 200 von Opera Audio hinzuweisen, die wir aktuell auch beide vorführbereit bei uns im Laden haben.

Über Opera Audio Consonance

Opera Audio Consonance wurde 1994 von Shi Hui Liu in Chinas Hauptstadt Peking gegründet und hat sich seit dem zu einem international erfolgreich operierenden High End Produzenten entwickelt. Dabei deckt das Unternehmen im Grunde genommen das gesamte Spektrum von Plattenspielern über Lautsprecher bis hin zu Kabeln ab und hat so eine beachtliche Expertise in der Konstruktion von HiFi-Komponenten aller Art gewonnen. Diese findet sich unter anderem auch in einer bemerkenswerten Zahl von röhrenbasierten Geräten (inkl. CD-Playern), zu denen auch der komplett analoge M100 Plus sowie der mit Digitalschnittstellen ausgestattet Linear 200 gehören.

Opera Audio Consonance M100 Plus

Bei dem M100 Plus handelt es sich um die aktuellste Version eines echten Klassikers im Verstärker-Portfolio von Opera Audio Consonance und die hohe Beliebtheit gerade dieses Modells kommt nicht von Ungefähr: Einerseits haben wir es hier mit einem extrem fair kalkulierten Verstärker zu tun, der klanglich deutlich über seinem Preisniveau spielt, andererseits ist der M100 Plus quasi der Inbegriff eines absolut klassisch designten Class-AB Röhrenverstärkers und orientiert sich zudem hinsichtlich des Schaltungsdesigns an der bekannten französischen Röhrenverstärker-Schmiede Jadis.

Konkret kommen beim Consonance M100 Plus vier der bekannten EL34-Kolben als Endstufenröhren zum Einsatz, hinzu gesellen sich zwei 12AT7 in der Eingangsstufe und zwei 6N8P-Treiberröhren. Komplettiert wird das Ensemble, das auf dem Gehäuse des Verstärkers thront, durch drei zylinderförmige Metallverkleidungen, die den Netztrafo (in der Mitte) sowie die beiden Ausgangsübertrager (links und rechts außen) beherbergen.

Um insbesondere die empfindlichen Röhren vor Beschädigungen zu bewahren, wird wie bei Röhrenverstärkern üblich ein solider Metallkäfig mitgeliefert. Das ist ohne Frage eine vernünftige Idee und auch mit Schutzhelm ist der M100 Plus noch ein echter Blickfang, allerdings macht der unverstellte Blick auf die leuchtenden Kolben natürlich noch ein bisschen mehr her.

Ansonsten gibt sich der M100 Plus ganz schnörkellos: Ein solider Kippschalter, der den Verstärker zum Leben erweckt, drei Cinch-Eingänge, die frontseitig durch den Auswahlschalter links scharf gestellt werden, ein Lautsprecher-Terminal, das wahlweise den 4 bzw. 8 Ohm Betrieb erlaubt und ein Lautstärkeregler der den angeschlossenen Treibern die Sporen gibt – that’s it. Ach ja, simpel gestaltet sich im Übrigen auch der Röhrenwechsel: Dank Auto-Bias Funktion bleibt dem Nutzer die Einstellung des Ruhestroms erspart.

Sofern die minimalistische Ausstattung keine Wünsche offen lässt und man sich für Röhrensound – im wahrsten Sinne des Wortes – erwärmen kann, sollte man dem M100 Plus unbedingt eine Chance geben.

Opera Audio Consonance Linear 200

Szenenwechsel. Der Linear 200 ist nicht etwa einfach eine etwas aufgebohrte Version des M100 Plus, sondern hat seinen Ursprung in einer anderen Modellreihe aus dem Hause Opera Audio Consonance: der Cyber Serie. Zwar fehlt das „Cyber“ im Namen hier ganz offensichtlich, allerdings ist der Linear 200 der direkte Nachfolger des Prestige-Modells Cyber 100, mit dem Opera Consonance sein 15. Firmenjubiläum feierte.

Ein erster signifikanter Unterschied im Vergleich zum M100 Plus ist beispielsweise der verwendete Röhrentypus sowie die Betriebsart – in der Endstufe verrichten ab Werk vier KT88-Kolben im Class A Betrieb ihren Dienst. Die Vorstufe operiert darüber hinaus mit einer 12AX7 und zwei 12BH7, außerdem kommen zwei Röhren des Typs 5AR4 als Gleichrichter zum Einsatz.

Weiterhin erwähnenswert ist die erweiterte Anschlussvielfalt der Eingangssektion. So stehen neben drei analogen Cinch-Eingängen auch ein optischer und ein elektrischer Digitaleingang und eine USB-Buchse (Typ B) zur Verfügung. Die D/A-Wandlung übernimmt ein Chip vom Typ AKM AK 4490, dabei werden über USB sowohl PCM-Formate bis 384 kHz / 32 Bit als auch DSD-Dateien bis DSD256 unterstützt. Die beiden anderen digitalen Schnittstellen wandeln maximal 192 kHz / 24 Bit. Ausgangsseitig bietet auch der Linear 200 lediglich ein typisches Lautsprecher-Terminal mit 4 und 8 Ohm Option.

Damit wären wir bei den ebenfalls vorhandenen Gemeinsamkeiten angelangt: Der unnachahmliche Charme eines verheißungsvoll leuchtenden Röhrenverstärkers, die solide Verarbeitung, die Auto-Bias Funktion und der erstklassige Röhrensound. Die für den Opera Audio Consonance Linear 200 aufgerufenen Investitionskosten liegen eine Ecke höher – dementsprechend handelt es sich aber einerseits um das flexiblere Modell und andererseits um einen Class A Verstärker erster Güte.

Schlussgedanken

Die beiden Verstärker M100 Plus und Linear 200 von Opera Audio Consonance sind zwei audiophile Leckerbissen. Für Liebhaber der Röhrentechnik und solche die es werden wollen lohnt es sich hier genauer hinzuschauen.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.