Vorschau Samsung QLED TV: Q9F, Q8C, Q7C und Q7F

Alle Jahre wieder stellen die großen TV-Hersteller zum Frühjahr ihre neuen Modellreihen vor. Das gilt natürlich auch für den Branchenprimus Samsung, der dieses mal die sogenannten QLED-Displays ins Rennen um das beste Bild schickt. Nachdem wir diese Woche die Roadshow in Köln besucht haben, folgt hier nun eine kleine Vorschau zu den Besonderheiten der neuen Spitzenmodelle Q9F, Q8C, Q7C und Q7F.

QLED-Displays

Die Bezeichnung QLED geistert nun schon eine Weile durch das Netz und erinnert natürlich stark an die OLED-Technologie, die in den letzten Jahren vor allem vom Konkurrenten LG vorangetrieben wurde. Während letztere inzwischen auch von anderen Herstellern vermehrt eingesetzt wird, verzichtet Samsung nach wie vor konsequent auf OLED-Displays und hat sich stattdessen entschlossen einen anderen Weg zu gehen: Ziel ist es dabei ebenfalls Displays ohne LED-Hintergrundbeleuchtung zu produzieren, die jedoch auf den von Samsung bekannten „Quantum Dots“ (daher QLED) basieren. Dadurch soll es letztendlich möglich sein verschiedene Nachteile der OLED-Technologie zu umgehen: So bieten OLED-Panels zum Beispiel bekanntermaßen hervorragende Schwarzwerte, können aber im Umkehrschluss hinsichtlich der maximalen Helligkeit nicht mit aktuellen LED-Backlight TVs mithalten. Dieser Aspekt wird jedoch gerade in Anbetracht der zunehmenden Verfügbarkeit von HDR-Material in Zukunft noch wichtiger werden und QLED-Displays könnten hier den entscheidenden Vorteil bringen – eine pixelgenaue Steuerung ohne Hintergrundbeleuchtung und gleichzeitig ein deutlich höheres Helligkeitspotenzial.

Diese Technologie befindet sich derzeit zwar noch in der Entwicklung, trotzdem profitieren die 2017er Modelle bereits jetzt von der intensiven Forschung, die Samsung in dieser Hinsicht betreibt. Dies macht sich vor allem in drei Punkten bemerkbar. Die Grenze des technisch machbaren lag mit Blick auf die potenzielle Helligkeit im letzten Jahr bei etwa 1000 Nit – Samsung bewarb dies explizit mit dem Kürzel HDR1000. Bei den neuen Serien wurde diese Grenze deutlich verschoben: Der Q9F vermag bis zu 2000 Nit zu produzieren (Q HDR 2000), Q8C, Q7C und Q7F erreichen immerhin 1500 Nit (Q HDR 1500). Da insbesondere bei hohen Helligkeitsstufen die Bildqualität tendenziell an Tiefe und Kraft verliert, wurde zudem darauf geachtet, die Farbtreue speziell in solchen Bildsequenzen zu optimieren. Gleichzeitig decken alle QLED-Modelle nun quasi zu 100% den DCI-P3 Farbraum ab – ebenfalls eine signifikante Verbesserung zum Vorjahr.

Weitere Ausstattungsmerkmale

Auch das Design der neuen Samsung Fernseher wurde selbstverständlich aktualisiert, wobei Samsung weiterhin auf ein gemischtes Angebot aus Curved- (Q8C, Q7C) und Flat-Displays (Q9F, Q7F) setzt. Der Rahmen sowie der Tischfuß sind in der 2017er Version aus Metall gefertigt und hinterlassen einen entsprechend wertigen Eindruck. Hier haben die Designer ganze Arbeit geleistet. Gleiches gilt auch für die Bestrebungen unschönen Kabelsalat zu vermeiden bzw. verschwinden zu lassen. Die Verbindung zwischen TV und der neusten Ausführung der One Connect Box erfolgt nunmehr über ein hauchdünnes optisches Kabel, das gemeinsam mit dem Stromkabel durch das Innere des Fußes geführt werden kann. Als Alternative zur Standard-Ausführung bietet Samsung einerseits den edlen „Gravity“-Rundfuß an, der das Schwenken des Displays um bis zu 35° ermöglicht, andererseits erlaubt der „Studio Stand“ eine freie Aufstellung im Raum, ohne dass der Fernseher auf einem Möbelstück platziert werden müsste. Des Weiteren wurde die ebenfalls optional erhältliche „No Gap“-Wandhalterung erdacht, die den Abstand zwischen Wand und TV auf ein absolutes Minimum reduziert.

Wie bereits im letzten Jahr ist eine herkömmliche Fernbedienung bei Samsung nicht mehr im Lieferumfang enthalten, lediglich die kompakte Smart Remote liegt den QLED-TVs bei. Das Gehäuse der aktuelle Ausführung ist passend zu dem Fernseher-Design aus Metall gefertigt und liegt dadurch sehr angenehm in der Hand. Auch die Bedienung klappt in der Praxis gut: Die Smart Hub Software wurde abermals optimiert und ist – auf Wunsch auch via Spracheingabe – zügig zu bedienen.

Abschließend wollen wir noch ein paar Worte zur One Connect Box verlieren. Diese ist mit einem Twin-Tuner ausgestattet, empfängt also parallel zwei DVB-T2-, Satellit- bzw. Kabel-Signale. Darüber hinaus sind mit vier HDMI- und drei USB-Schnittstellen ausreichend Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte vorhanden und auch ein optischer Audio-Ausgang sowie eine Ethernet-Buchse stehen zur Verfügung. Aufgrund des optischen Kabels, das neuerdings Fernseher und One Connect Box verbindet, besitzt letztere nun einen eigenen Netzanschluss.

Schlussgedanken

Die neuen Samsung QLED Fernseher Q9F, Q8C, Q7C und Q7F hinterlassen einen durchweg positiven Eindruck. Viele gelungene Detailverbesserungen von der Bildqualität über das Design bis hin zum eleganten Kabel-Management werden ohne Frage dafür sorgen, dass sich die Oberklasse Fernseher von Samsung auch in diesem Jahr wieder höchster Beliebtheit erfreuen. Wir erwarten die ersten Geräte voraussichtlich bereits ab Mitte März.

Update 21.03.2017:

Die ersten Geräte sind inzwischen bei uns eingetroffen. Hier einige Eindrücke aus unserer Vorführung.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

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