Soundbar-Tipp: Die Monitor Audio ASB-2

Wie Sie vielleicht wissen, haben wir bereits vor einiger Zeit dem Thema Soundbars im Allgemeinen sowie den zwei Modellen B&W Panorama 2 und Focal Dimension im Speziellen einen längeren Artikel gewidmet. Nun möchten wir Ihnen eine weitere spannende Alternative in dieser Kategorie aufzeigen, die ebenfalls sehr überzeugend klingt und sich zudem durch vielfältige Feintuning-Möglichkeiten auszeichnet: Die Monitor Audio ASB-2 Soundbar.

Die Monitor Audio ASB-2 in unserer Vorführung

Die Monitor Audio ASB-2 im Überblick

Abgesehen von dem etwas nichtssagend und schmucklos wirkenden Namen „ASB-2“ verläuft die Annäherung an die Soundbar der seit über 40 Jahren auf dem Lautsprechermarkt agierenden HiFi-Schmiede äußerst erfreulich. Die Verarbeitung wirkt sehr solide, ohne Vorkenntnis des Gesamtgewichtes von mehr als 11 kg sorgt die ASB-2 beim Anheben ganz sicher für das eine oder andere überraschte Gesicht. Die augenfällig etwas ungewöhnliche Formgebung wurde von Monitor Audio ganz bewusst gewählt. Sie soll störenden Resonanzen vorbeugen und beschert dem Klangriegel darüber hinaus ein ganz und gar unverwechselbares Äußeres. Kleine Details wie etwa die Verkleidung aus gebürstetem Aluminium an den Seiten sowie um das auf der Geräteoberseite angeordnete Bedienfeld unterstreichen den wertigen Gesamteindruck und bilden einen schönen Kontrast zu der großflächigen, tiefschwarzen Lautsprecherbespannung.

Hinter dieser verbergen sich mittig zwei Tieftöner, jeweils links davon die Mittel- und ganz außen die Hochtöner, außerdem gibt eine durch den Stoff hindurch leuchtende LED Aufschluss über verschiedene Betriebsmodi und Einstellungen. Diese können entweder mithilfe der Bedienelemente am Gerät selbst oder über die mitgelieferte Fernbedienung verändert werden. Auf der Rückseite befindet sich linksseitig das obligatorische Anschlussfeld bestehend aus drei HDMI-Eingängen, einem HDMI-Ausgang (ARC), einem USB-Eingang, zwei digitalen Eingängen (Coaxial/Toslink), zwei analogen Eingängen (Cinch/3,5 mm Klinke) sowie einem Subwoofer Out. Gegenüberliegend auf der rechten Seite sind Netzanschluss und Hauptschalter platziert worden. Des Weiteren sind ganz außen beidseitig Bassreflexöffnungen vorhanden.

Natürlich liegt es nahe die ASB-2 einfach auf einem TV-Möbel oder Ähnlichem abzustellen. Die im Lieferumfang enthaltene Silikonmatte sorgt für sicheren Stand und eine gewisse Abkoppelung von der Ablagefläche. Darüber hinaus besteht, trotz des stolzen Gewichts, die Möglichkeit die ASB-2 an der Wand zu montieren. Eine entsprechende Vorrichtung ist optional erhältlich.

Die Seitenverkleidung der ASB-2 aus gebürstetem Aluminium

Das Bedienfeld der Monitor Audio ASB-2

Die Fernbedienung der Monitor Audio ASB-2

Betriebsmodi der ASB-2

Die Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten der Monitor Audio Soundbar lassen sich am Besten anhand der Bedienelemente nachvollziehen, die wir deshalb im Folgenden sukzessive durchgehen. Die ersten Schalter sind weitestgehend selbsterklärend, neben dem Stand-by Modus lassen sich die verschiedenen Quellen (HDMI, Digital, Analog) auswählen und durch wiederholten Knopfdruck die jeweils vorhandenen Eingänge durchschalten.

Deutlich interessanter sind die beiden folgenden Taster. Sie repräsentieren die umfassende W-LAN Funktionalität der ASB-2, bei deren Implementierung alle wichtigen Protokolle von UPnP über DLNA bis Apple AirPlay berücksichtigt wurden. Somit ist es nach entsprechender Konfiguration problemlos möglich Musik von den verschiedensten Geräten (Desktop PC, Laptop, Smartphone, Tablet, etc.) auf die Soundbar zu streamen. Das Fehlen eines Bluetooth-Modul wird von der sogenannten „Airstream Direct“ Funktion wieder wett gemacht. In diesem Modus erzeugt die ASB-2 ein eigenes Drahtlosnetzwerk, sodass – ein Wi-Fi fähiges Gerät vorausgesetzt – auch unabhängig von einem übergeordneten W-LAN Netzwerk, auf direktem Weg Verbindung zu der Soundbar aufgenommen werden kann.

Das Anschlussfeld der Monitor Audio ASB-2

Netzanschluss und Hauptschalter auf der gegenüberliegenden Seite

Durchaus bemerkenswert ist auch die Funktion, die sich hinter der nächsten Taste mit dem Titel „3D“ verbirgt. Denn obwohl das Lautsprecher-Setup eher auf traditionelle Stereowiedergabe hindeutet, ist die ASB-2 dank des internen DSP durchaus in der Lage so etwas wie Surround-Sound zu kreieren. Grundsätzlich zu unterscheiden sind hier zwei Bearbeitungsvarianten, die abhängig vom Eingangssignal greifen. Ein anliegendes Stereosignal wird bei deaktivierter 3D-Funktion natürlich unbearbeitet wiedergegeben. Durch Aktivierung des DSP wird die Stereobühne künstlich verbreitert. Von einem 5.1-Signal ist bei ausgeschalteter 3D-Funktion lediglich ein aus vier Kanälen (Center, Links, Rechts, Subwoofer) gemischtes Signal zu hören. Sind die intern arbeitenden Algorithmen aktiv, so wird hier ebenfalls die Stereobühne verbreitert. Darüber hinaus werden nun die beiden Surround-Kanäle, der Center- und der Subwoofer-Kanal als virtuelle Kanäle behandelt und hinzugemischt. Sie lassen sich anschließend auch getrennt in der Lautstärke regeln.

Diese und weitere klangliche Anpassungen – Stärke des Surround-Effekts insgesamt, Drei-Band-Equalizer zur Bearbeitung des Gesamtsounds, etc. – erfolgen über das rudimentäre, aber dafür übersichtliche und klar strukturierte Bildschirmmenü. Monitor Audio hat wirklich viele Ansatzpunkte geschaffen den Sound den räumlichen Gegebenheiten und persönlichen Vorlieben entsprechend zu formen und auch die weiteren Menüpunkte zeugen davon, dass sich hier jemand Gedanken gemacht hat. So schaltet die ASB-2 beispielsweise bei längerer Inaktivität in den Stand-by Modus. Wie groß das Zeitfenster sein soll und ob die Soundbar HDMI-Signale auch im Stand-by Modus durchleiten weiterhin durchleitet, lässt sich mit in wenigen Schritten einstellen. Ein weiteres Beispiel ist etwa die dimm- bzw. vollständig abschaltbare LED an der Front, die inbesondere in dunkler Umgebung durchaus vom Geschehen auf dem Bildschirm ablenken könnte.

Rudimentär aber gut strukturiert: Das Menü der Monitor Audio ASB-2

monitor-audio-asb-2-front-led

Sound

Auch klanglich vermag die ASB-2 zu überzeugen und das sogar ohne externen Subwoofer. Filmsoundtracks klingen kräftig und voll, die typischen Effektsounds mit hohem Bassanteil füllen den Raum ohne dabei unkontrolliert zu wirken. Im Hinblick auf die Sprachverständlichkeit gibt es nichts zu beanstanden, höhere Frequenzen werden insgesamt sehr präzise und plastisch dargestellt. Gemäß dem HiFi-Hintergrund von Monitor Audio kann man es durchaus auch wagen von der Streaming-Funktion Gebrauch zu machen und Musik über die ASB-2 hören. In diesem Fall sollte die interne DSP allerdings eher deaktiviert bleiben, während bei Filmsoundtracks die Empfehlung genau gegenteilig lautet.

Fazit

Wie für jede andere Soundbar gilt natürlich auch für die Monitor Audio ASB-2, dass sie weder eine hochwertige Stereo-Anlage noch ein komplexes Mehrkanal-Setup vollständig ersetzen kann. Im Rahmen dessen was Soundbars zu leisten vermögen, spielt die ASB-2 aber ganz sicher in der ersten Liga mit. Auf der Suche nach dem richtigen Klangriegel für den Flachbildfernseher zuhause sollte die ASB-2 also in jedem Fall in Betracht gezogen werden. Antestbereit bei uns in der Vorführung!

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

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