OLED77W7V – das ist der LG Signature OLED TV W

Im Januar wurde er von LG bereits auf der CES 2017 in Las Vegas vorgestellt: Der Signature OLED TV W, der sich dank seines flachen Designs wie ein Poster an die Wand hängen lässt. Dabei stehen aber nicht nur das ultradünne Design des Fernsehers im Vordergrund, sondern auch die technischen Errungenschaften, die wir nachfolgend vorstellen möchten.

Picture-on-Wall Optik mit dem LG Signature OLED TV W

Vorbetrachtung

In diesem Jahr bringt LG eine ganze Reihe neuer OLED-TVs auf den Markt. Aktuell erscheinen die W-Modelle, die in 65 Zoll (OLED65W7V) sowie 77 Zoll (OLED77W7V) erhältlich sein werden. Das W im Namen steht für „Wallpaper“ und den „Wow“-Effekt, den dieses Gerät erzeugt.
Oben wird der Bildschirm mit zwei einrastenden Schlössern und auf der unteren Seite mit Magneten befestigt. Die Lücke, die bei anderen TV-Geräten zwischen Wand und Fernseher entsteht, ist hier nicht vorhanden und da auch die Fassung sehr dünn ist, wird ein Effekt erzeugt, der sich „Picture-on-Wall“ nennt. Die Anschlüsse des Fernsehers befinden sich wiederum in der beiliegenden Soundbar, die über ein Flachbandkabel mit dem Panel permanent verbunden sein sollte.

Übrigens wurde die W-Serie exklusiv für die Befestigung an der Wand designt, weswegen keine Möglichkeit zur Tisch- oder Bodenbefestigung integriert wurde und aktuell auch nicht optional erhältlich ist.
Der OLED-TV kann vertikal (90° beziehungsweise 270°) und in 180° Querformat gedreht an der Wand befestigt werden. Im Menü wird die Ausrichtung der Anzeige angepasst, wenn man das Gerät in 180° oder im 90° respektive 270° Hochformat aufhängt. Bei der Erstinstallation ist der Fernseher natürlich auf das herkömmliche Querformat eingestellt.

Technische Details

Bei dem Signature OLED TV W Bildschirm handelt es sich um ein dünnes 4K HDR OLED Panel, das in der 65 Zoll-Variante gerade einmal 2,57 mm tief ist.
Das ultradünne OLED Panel
Möglich ist das, weil die OLED-Technologie nicht die Hintergrundbeleuchtung benötigt, welche LCD- und LED-Bildschirme haben und daher Platz eingespart wird. In einem anderen Artikel haben wir die wesentlichen Unterschiede zwischen OLED und LCD behandelt. Das Display des OLED ist sehr biegsam, doch die Möglichkeit, es aufzurollen, ist aktuell noch Zukunftsmusik.
Zwar unterstützt der Fernseher nicht 3D, selbstverständlich beherrscht er aber die 4K-Auflösung. Außerdem werden gleich vier HDR-Standards abgedeckt: HDR10, Active HDR mit Dolby Vision, HLG (Hybrid Log Gamma) und Advanced HDR von Technicolor. Darüber hinaus verfügt dieser Fernseher über eine Funktion, durch welche der HDR-Effekt auch für SDR-Bilder erzeugt wird, was das Fernseherlebnis nachhaltig positiv beeinflusst. Laut LG wird sogar der DCI-P3-Farbraum zu 99 Prozent abgedeckt.
Mit der Technologie der organischen Leuchtdioden geht natürlich auch die bemerkenswerte Schwarzdarstellung einher, sodass der Fernseher hohe Kontrastwerte hat. Verbessert wurde mit den OLEDs auch die Helligkeit der Bildpunkte: „Ultra Luminance“ erhellt einzelne Regionen des Bildes, was den HDR-Inhalten zugutekommt.
Wie bisher ist die Software des Smart-TVs auch weiterhin webOS, nun in der aktuellen Version 3.5. Integriert wurden Videoportale wie Netflix, Amazon Video oder BBC. Die 4K- beziehungsweise HDR-Auflösung erhält somit einen prominenten Platz. Eine besonders hilfreiche Funktion ist der Schnellzugriff, mit welchem sich diese und weitere Apps den einzelnen Zahlen auf der Fernbedienung zuweisen lassen.
In die Soundbar wurde die Over-the-Air-Funktion integriert. Somit lassen sich beispielsweise Videos vom Smartphone drahtlos abspielen.

LG Soundbar

Wie bereits erwähnt handelt es sich bei der W-Serie um ein zweiteiliges System, bestehend aus einem OLED-Display und einer beiliegenden Soundbar. Vergleichbar ist das mit der One-Connect-Box von Samsung, mit welcher die Displays des koreanischen Händlers verbunden werden.
Die Dolby Atmos Soundbar von LG holt den Kinoeffekt ins Wohnzimmer und wird via Flachbandkabel mit dem Fernseher verbunden. Sie beinhaltet sämtliche Anschlüsse wie 4 Mal HDMI, 2 Mal USB 2.0 und 1 Mal USB 3.0, Ethernet und auch COAX und versorgt den Fernseher zugleich mit Strom. Außerdem finden sich in der Soundbar ein Digitaler Audioausgang (optisch) sowie ein Kopfhörerausgang.
Natürlich unterstützt der Fernseher den DVB-T2 HD-Empfang. Mehr Thema erfahren Sie in unserem Artikel.

Sobald die Soundbar angeschaltet wird, fahren zwei Lautsprecher rechts und links heraus. Außerdem hat sie weitere Lautsprecher an der Front und den Seiten und einen integrierten Subwoofer.

Laut LG können Kunden mit eigenem Surround-System die Dolby Atmos Bar umleiten. Aktuell kann allerdings weder auf Soundbar verzichtet, noch eine kleinere Variante gewählt werden.

Schlussgedanken

LG hat den Fokus bei dem OLED65W7V beziehungsweise OLED77W7V ganz klar auf HDR und die realistische Abbildung der Farben gelegt. Darüber hinaus hat der Hersteller es geschafft, die OLED-Fernseher vom Vorjahr noch zu übertreffen. Wir freuen uns darauf, die neue LG Signature OLED TV W-Reihe demnächst auch in unserer Vorführung zu zeigen.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

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