Neu bei uns: Die Marantz HiFi-Serien 10, 11 und 14

Marantz‘ Heimkino-Komponenten sind aufgrund ihrer überzeugenden Qualität schon seit einiger Zeit Bestandteil unseres Programms. Nun freuen wir uns, dass auch die aktuellen HiFi-Serien in Zukunft in unseren Studios und unserem Online-Shop zu finden sind. Besonders hervorzuheben ist hier die Ende Februar erscheinende 10er Serie, der wir zu gegebener Zeit noch einmal gesondert widmen. Ab sofort führen wir außerdem die 14er sowie die 11er Serie und letztere möchten wir stellvertretend in diesem Artikel etwas genauer vorstellen.

Über Marantz

In Anbetracht der langen und durchaus ereignisreichen Firmengeschichte lassen wir zu Beginn in aller Kürze einige wichtige Stationen Revue passieren, bevor wir die 11er Serie genauer unter die Lupe nehmen: Die Gründung des Unternehmens durch den 1911 in New York geborene Hobbymusiker und Musikliebhaber Saul B. Marantz geht auf das Jahr 1953 zurück. Bereits ein Jahr zuvor hatte dieser auf Insistieren seiner Frau mit der ersten Kleinserie seines zunächst für persönliche Zwecke entwickelten Vorverstärkers „Audio Consolette“ einen kleinen Verkaufsschlager gelandet und sah sich aufgrund der weiterhin hohen Nachfrage mit der Notwendigkeit konfrontiert, seine Produktion zu erweitern. Der aus dieser Entwicklung resultierende Model 1 wurde zum Ausgangspunkt einer Erfolgsgeschichte, die sich ohne besondere Vorkommnisse bis in die 1960er Jahre fortsetzte. 1964 kam es schließlich aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten zum Verkauf an das Unternehmen Superscope, das wiederum mit Sony kooperierte. Diese damals eingegangene Verbindung nach Japan ist vor allem aus zwei Gründen kaum zu überschätzen. Einerseits ist Marantz heute nicht zuletzt auch deshalb ein japanisches Unternehmen, weil im Laufe der 60er und 70er Jahre die Produktion der in den USA entwickelten Komponenten zunehmend nach Japan verlagert wurde. Andererseits wäre die zweite maßgebliche Persönlichkeit des Unternehmens, Ken Ishiwata, heute sonst wohl kaum so eng mit dem Namen Marantz verknüpft: Bis heute arbeitet der einflussreiche Ingenieur Ishiwata eng mit der Entwicklungsabteilung von Marantz zusammen und hat darüber hinaus sogar eine eigene „KI Pearls“ Signature Reihe geprägt. In den 1980er Jahren übernahm dann der niederländische Philips Konzern das Ruder, allerdings sollte es bis ins Jahr 2000 dauern, bevor Marantz wieder als vollständig einheitliches – nun japanisches – Unternehmen agierte und schließlich im Jahr 2001 unter dem Dach der D & M Holding eine enge Verbindung mit Denon einging.

Die Marantz 11er Serie

Mit etwas Hintergrundwissen ausgestattet nähern wir uns nun also der 11er Serie, die selbst bereits in einer längeren Tradition steht. Erstmals im Jahr 2004 vorgestellt, sind der CD/SACD/Digital-Player SA-11S3 und der Vollverstärker PM-11S3 – die Bezeichnung deutet es an – inzwischen in der dritten Ausführung erhältlich, neu hinzugekommen ist in der aktuellen Modellgeneration der Netzwerk-Player NA-11S1. Bevor wir uns den individuelle Besonderheiten der Geräte zuwenden, seien zu allererst ein paar grundlegende Aspekte erwähnt, die alle drei Komponenten der 11er Serie betreffen.

Abgesehen vom Marantz-typischen Gehäusedesign, dass die Zusammengehörigkeit der drei Geräte auf der optischen Ebene unterstreicht und im Übrigen fertigungstechnisch über jeden Zweifel erhaben ist, sind hier vor allem drei Punkte zu nennen: Zunächst wurden das Innere des Chassis sowie die Rückseite mit den Anschlüssen weitestgehend mit einer Kupferbeschichtung ausgekleidet (98% Reinheit), die einerseits eine optimale Leitfähigkeit gewährleistet und andererseits empfindliche Bauteile vor elektromagnetischer Beeinflussung schützt. Außerdem lassen sich alle drei Geräte optional auch über symmetrische Ein- bzw. Ausgänge im XLR-Format verbinden. Last but not least kommen bewährte Entwicklungen wie die HDAM und HDAM SA2 (bzw. SA3) Module genannten Bauteile zum Einsatz. Dabei handelt es sich um diskret aufgebaute Verstärkerstufen, die aufgrund ihrer überlegenen Eigenschaften anstelle herkömmlicher Operationsverstärker verwendet werden bzw. um spezielle Pufferstufen vor den Ausgangsbuchsen. Zusammengefasst führt die 11er Serie also klassische Marantz-Technologien in optimierter Form fort und schafft damit beste Voraussetzungen für drei außergewöhnliche HiFi-Komponenten.

Marantz SA-11S3

Bei dem Marantz SA-11S3 handelt es sich in erster Linie ein CD- und SACD-Spieler, der zudem um begrenzte Streaming-Funktionen ergänzt wurde. Diese „Begrenztheit“ bezieht sich allerdings keineswegs auf die unterstützten Dateiformate oder die Güte der Wiedergabe – alle relevanten Formate (PCM bis maximal 192 kHz / 24 Bit, DSD bis DSD256) werden akzeptiert und darüber hinaus in absolut einwandfreier Qualität abgebildet –, sondern lediglich auf die Zuspielmöglichkeiten. So ist das Einspeisen von Musikdateien nur via USB (Front, Typ A: WAV bis max. 48 kHz, Rückseite, Typ B: Maximalbeschränkungen, siehe oben) oder über die Coax- bzw. TOSLINK-Schnittstelle möglich. In ein Netzwerk lässt sich der SA-11S3 hingegen nicht einbinden und auch ein Bluetooth-Modul wurde nicht verbaut. Sofern diese Einschränkungen den eigenen Nutzungsgewohnheiten nicht im Weg stehen, steht dem Einsatz des SA-11S3 als digitaler Zuspieler jedoch nichts im Weg. Die Qualität des gewandelten Signals ist jedenfalls zweifellos erstklassig und lässt sich dank zweier Filteroptionen sogar subtil dem Material oder dem persönlichen Geschmack anpassen. Alle Nutzer die weiterhin auch zu physischen Datenträgern greifen, werden darüber hinaus das extrem solide Laufwerk aus Aluminium-Druckguss zu schätzen wissen. Dieses wird nach den Wünschen des Entwicklerteams um Ken Ishiwata als Sonderanfertigung produziert und verspricht eine dauerhaft verschleißfreie Nutzung.

Marantz NA-11S1

Werfen wir nun einen Blick auf den Netzwerk-Player der 11er Serie, der im Grunde genommen den Bereich abdeckt, der beim Marantz SA-11S3 ausgespart bleibt. Damit ist in erstere Linie die Einbindung in das heimische Netzwerk gemeint, die im Falle des NA-11S1 allerdings ausschließlich via Ethernet-Schnittstelle vorgesehen ist. So geschehen lassen sich diverse über das Internet zugängliche Radiosender empfangen, zudem wird der bekannte Streaming-Anbieter Spotify unterstützt. Des Weiteren kommuniziert der Marantz NA-11S1 sowohl über das proprietäre Apple AirPlay Protokoll als auch über den offeneren DLNA-Standard (Kompatibilität beachten), der das Streaming eigener Musikbibliotheken von lokalen Musikservern, NAS-Systemen (Netzwork Attached Storage), Rechnern etc. ermöglicht. Weiterhin stehen selbstverständlich auch die bereits oben aufgeführten Digitalschnittstellen (USB Typ A & Typ B, Coaxial und TOSLINK) zur Verfügung, die hochwertige Wandler-Architektur entspricht ebenfalls der im SA-11S3 verbauten Technologie. Die Fernsteuerung erfolgt mithilfe der optisch und haptisch gelungenen Fernbedienung und wird durch die frei verfügbare Marantz Remote App (iOS/Android) ergänzt.

Marantz PM-11S3

Abschließend wollen wir noch den Vollverstärker PM-11S3 unter die Lupe nehmen und uns als Erstes dem Anschlusspanel widmen. Hier ist einerseits der Phono-Eingang bemerkenswert, sodass Vinyl-Liebhaber auch ohne weiteren Vorverstärker voll auf ihre Kosten kommen, andererseits verweist der kleine Schalter rechts auf die Möglichkeit zwei PM-11S3 via F.C.B.S. Anschluss (steht für Floating Control Bus System) in einem Bi-Amping Setup zu betreiben. Tatsächlich lassen sich dank F.C.B.S. sogar bis zu vier Verstärker zusammenschließen. Außerdem interessant ist die Power Amp Direct Funktion, die auf Knopfdruck die gesamte Vorverstärkereinheit des PM-11S3 umgeht. So ist es zum Beispiel denkbar die Front-Stereokanäle eines Heimkino-Setups nicht den integrierten Endstufen des AV-Receivers zu überantworten, sondern stattdessen durch den alternativen Betriebsmodus die Endstufen eines PM-11S3 ins Werk zu setzen. Abgesehen von seiner Kernaufgabe ist der Marantz Vollverstärker also auch für kreative Experimente zu haben. Dass man das Bedürfnis verspürt den PM-11S3 für solche Zwecke einzuspannen, ist dabei gar nicht so abwegig: Mit stolzen 100 Watt an 8 Ohm präsentiert das Kraftpaket Musik über Genregrenzen hinweg mit einer absolut gelassenen Souveränität, eine packend musikalische Gesamtperformance geht hier widerspruchslos Hand in Hand mit höchster Präzision bei der Herausstellung einzelner Klangereignisse.

Schlussgedanken

Wir können unser eingangs formuliertes Statement eigentlich nur wiederholen: Wir freuen uns sehr darüber die Marantz Komponenten in unserem Programm zu führen und den typischen Marantz Sound mit den Serien 14, 11 und 10 in gleich drei verschiedenen Preissegmenten anbieten zu können. Unbedingt reinhören!

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

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