Musical Fidelity MX-DAC: Kompakter DSD- und PCM-Wandler

Mit dem auf der diesjährigen High End in München vorgestellten Digital-Analog Wandler MX-DAC gelang es Musical Fidelity einmal mehr, die wohlwollende Aufmerksamkeit der Fachwelt zu gewinnen. Auch uns gefällt der neue digitale Spezialist aus Großbritannien außerordentlich gut, sodass wir beschlossen haben den Musical Fidelity MX-DAC hier einmal näher vorzustellen.

Der Musical Fidelity MX-DAC in unserem HiFi-Studio

Über Musical Fidelity

Die Geschichte von Musical Fidelity haben wir uns an anderer Stelle bereits etwas ausführlicher rekapituliert, deswegen beschränken wir uns hier auf das Wesentliche: Bei dem 1982 von Michael Anderson in Middlesex aus der Taufe gehobenen Unternehmen handelt es sich nicht nur um einen der etablierten Namen in der HiFi-Welt, sondern, das darf man nach 33 Jahren mit Fug und Recht behaupten, inzwischen auch um einen Hersteller mit Tradition. Teil dieser Tradition ist es seit jeher relevante Entwicklungen zu erkennen und aufzugreifen – nicht umsonst stellte Musical Fidelity als einer der ersten HiFi-Schmieden Digital-Analog Konverter her – und gleichzeitig in preislich nachvollziehbaren Dimensionen zu operieren; zwei Qualitäten die sich ebenfalls in dem neuen MX-DAC widerspiegeln.

Digital anders

Auf den aller ersten Blick scheint sich der MX-DAC zunächst nicht von seinen Artverwandten abzuheben, jedoch offenbart sich bei genauerer Betrachtung sowohl im Vergleich zu allen anderen Musical Fidelity Wandlern als auch zum Gros der D/A-Konverter insgesamt ein signifikanter Unterschied, der sich auf drei Buchstaben reduzieren lässt: DSD. Kurz zusammengefasst handelt es dabei um ein alternatives, digitales Kodierungsverfahren, das sich von der sonst üblichen PCM-Kodierung unterscheidet, bereits bei Sonys Super Audio CD (SACD) zum Einsatz kam und derzeit im Zuge der Verfügbarmachung digitaler High-Resolution Formate für den Endkunden ein regelrechtes Comeback feiert. Dieser aktuellen Entwicklung trägt Musical Fidelity nun mit dem MX-DAC Rechnung, sodass sich nicht nur PCM-basierte Formate bis zu einer Auflösung von 192 KHz / 24 Bit zuspielen lassen, sondern auch DSD-Datenströme im Single-Rate (DSD 64) bzw. Double-Rate (DSD 128) eingespeist werden können.

Format und Sampling-Frequenz immer im Blick

Zu diesem Zweck hat Musical Fidelity dem MX-DAC insgesamt fünf digitale Eingänge spendiert. Neben zwei koaxialen S/PDIF-Buchsen (bis 192 KHz / 24 Bit) stehen zwei optische TOSLINK-Schnittstellen (bis 192 KHz / 24 Bit) sowie ein asynchroner USB-Input (192 KHz / 24 Bit, DSD 64 / 128) zur Verfügung. Ausgangsseitig liefert das Gerät natürlich analoge Signale, die entweder über den symmetrischen Stereo-Ausgang im XLR-Format oder den unsymmetrischen Stereo-Ausgang im Cinch-Format ausgegeben werden können.

musical-fidelity-mx-dac-back

Optik und Haptik

Sämtliche Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Gerätes und wirken solide verarbeitet, außerdem stellt auch das zielsichere An- oder Umstecken von vorne, dank des überschaubaren Anschlussfeldes und dem ausreichenden Abstand zwischen den Buchsen, kaum ein Problem dar. Das vollständig aus Aluminium bestehende Gehäuse strahlt Langlebigkeit aus und punktet zudem durch sein edles Design. Die Frontplatte verzichtet auf das inzwischen fast schon obligatorische Digitaldisplay, stattdessen geben beschriftete Status LEDs in kräftig leuchtendem Blau jederzeit Aufschluss über den aktuell genutzten Eingang, die Art und Sampling-Frequenz des anliegenden Signals sowie das gerade aktive Digitalfilter. Derer gibt es zwei verschiedene Varianten zur Auswahl und beide färben den Klang subtil auf etwas unterschiedliche Weise. Hier entscheidet der persönliche Geschmack. Die Taster und der kleine On/Off-Switch fügen sich sowohl optisch als auch qualitativ nahtlos in das Gesamtbild ein und vier üppig dimensionierte Gummifüße sorgen für sicheren Stand.

Wahltaster und Status-LEDs für die verschiedenen Quellen und Filter

Große Gummifüße sorgen für sicheren Stand

Sound

Der MX-DAC verrichtet einen im besten Sinne unauffälligen Job. Souverän werden die verschiedenen Formate und Auflösungen erkannt, gewandelt und von der Verstärkerstufe anschließend glasklar und druckvoll an die Luft gebracht. Dies gilt sowohl für die Wiedergabe von DSD-Dateien – diesen wird im Allgemeinen ein etwas „analogeres“ Feeling bei etwas geringerer „Durchhörbarkeit“ attestiert, was sich im Falle des MX-DAC durchaus nachvollziehen lässt – wie auch für PCM kodiertes Material, das mit Präzision und Transparenz präsentiert wird, ohne dass die Musikalität auf der Strecke bleibt. Die Abbildung sämtlicher Frequenzbereiche erfolgt tadellos, zudem ist die schöne Zeichnung von Bühne und Räumlichkeit bei der Wiedergabe positiv zu erwähnen.

Fazit

Musical Fidelitys neuster Streich in Sachen Digital-Analog-Wandlung bietet erstmals die aktuell gefragte DSD-Unterstützung und leistet in dieser Domäne ebenso gute Arbeit wie bei der Konvertierung gängiger PCM-Daten. Ausstattung und Verarbeitung lassen quasi keine Wünsche offen und darüber hinaus haben es die Designer verstanden, die Qualitäten des MX-DAC äußerst stilvoll zu „verpacken“. Als wäre all das nicht schon Argumente genug, läuft bei uns nach wie vor die Musical Fidelity Cash-Back Aktion.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

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