Auralic Altair and Co. – HiFi-Streaming On The Highest Niveau

Since we compared the highly popular Auralic Aries Mini about a year ago with the conceptually somewhat different multiroom client Bluesound Node 2 — the streaming specialist from Hong Kong has done a lot. We take a look at the Auralic Altair, show similarities and differences to the other products of the manufacturer and give an outlook on the upcoming Auralic Polaris.

Über Auralic

Bei Auralic handelt es sich um ein vergleichsweise junges Unternehmen aus Hongkong, das im Jahr 2009 von den beiden Musik-Enthusiasten Xuanqian Wang und Yuan Wang aus der Taufe gehoben wurde, nachdem diese sich ein Jahr zuvor hier in Berlin kennengelernt hatten. Mit einer klaren programmatischen Ausrichtung auf die Bereiche Streaming und Digital HiFi hat sich Auralic schnell zu einem der gefragtesten Anbieter in diesem Marktsegment entwickelt und bietet mit dem Altair, dem Aries FEMTO, dem Aries Mini sowie dem Vega aktuell vier spezielle Lösungen mit jeweils etwas anders gelagerten Schwerpunkten. Wir konzentrieren uns im Folgenden vor allem auf den Auralic Altair, da dieser einerseits das aktuellste Gerät des gesamten Programms ist und andererseits wesentliche Elemente der anderen Komponenten vereint bzw. weiterdenkt. Um welche Aspekte es sich hier genau handelt, werden wir im Laufe unserer Betrachtung natürlich näher erörtern.

Auralic Altair – Äußerlichkeiten

Los geht es direkt mit dem Design des Auralic Altair, das in dieser Form erstmals beim 2012 erschienenen D/A-Wandler Vega zu finden ist. Nach zwei Experimenten mit Kunststoffgehäusen (Aries FEMTO und Aries Mini) hat man sich mit beim Altair entschlossen zum eigens entwickelten „AFN402“ Material zurückzukehren – dem Hersteller zufolge eine Legierung, die das System besonders effektiv vor elektromagnetischen Einflüssen schützt. Gleichzeitig sorgt diese Wahl für einen edlen optischen Eindruck sowie eine absolut solide Haptik. Freilich erfolgt die Steuerung in erster Linie über die App (nur iOS!), trotzdem ist es gut zu wissen, dass hier alles bombenfest sitzt. Das gilt ebenso für sämtliche Anschlussbuchsen, die sich abgesehen vom Kopfhörereingang auf der Geräterückseite befinden. Hier ist natürlich zuvorderst der analoge Stereo-Ausgang zu nennen, der ein intern gewandeltes Signal sowohl symmetrisch über die XLR-Anschlüsse als auch unsymmetrisch via Cinch an den Verstärker ausgibt.

Gleich daneben befinden sich diverse Digitalschnittstellen: Hier ist zunächst die Ethernet-Buchse zu nennen, die alternativ zur Netzwerkeinbindung via WLAN auch die kabelgebundene Vernetzung ermöglicht. Daneben befinden sich zwei Typ A USB-Anschlüsse, die zum Anschließen externer Massenspeicher (Festplatte, USB-Stick) bzw. zur Ausgabe des digitalen Signals an einen externen D/A-Wandler dienen. Dank letzterem lässt sich der Altair im Sinne des Auralic Vega auch als reiner Digital-Analog-Konverter nutzen. Der dritte USB-Eingang (Typ B) ist schließlich für den Direktanschluss eines PC oder Mac vorgesehen. Des Weiteren gibt es zwei S/PDIF Eingänge für optische (TOSLINK) und elektrische Digitalsignale (COAX) und sogar eine AES/EBU-Schnittstelle. Dass letztere tendenziell eher in professionellen Gefilden verwendet wird, unterstreicht gemeinsam mit den XLR-Ausgängen den hohen Anspruch des Auralic Altair, der nicht zuletzt auch als High End Variante des Aries Mini zu verstehen ist. Dies wird im Folgenden noch deutlicher, wenn wir uns dem Funktionsumfang des Gerätes widmen.

Auralic Altair – Anwendungsszenarien

Tatsächlich sind sich der Altair und der Aries Mini von der grundlegenden Konzeption relativ ähnlich angelegt. Es gibt im Prinzip drei zentrale Betriebsmodi. Hier wäre als Erstes natürlich der Einsatz als Streaming-Client zu nennen, d. h. es lassen sich sowohl verschiedene Online-Dienste (Qobuz, TIDAL, Internet-Radio) als auch eigene Musikbibliotheken auf netzwerkfähigen Massenspeichern anzapfen. Dabei fällt die Unterstützung umfassend aus, der Altair kommuniziert sowohl mit UPnP- als auch mit DLNA-kompatiblen Speichermedien. Zudem besteht die Möglichkeit beim Einrichten der Musiksammlungen einen sogenannten Lightning-Server aufzusetzen, der zusätzliche Verwaltungs- und Sortieroptionen in Verbindung mit der Auralic Lightning DS App eröffnet und eine schnellere und komfortablere Bedienung gewährleistet. Apple AirPlay, Bluetooth (aptX), die Unterstützung der Songcast App von Linn Audio sowie Multiroom-Funktionen (OpenHome bzw. Roon) ergänzen die verfügbaren Streaming-Optionen.

Darüber hinaus ist es möglich den Altair durch den Einbau einer 2,5 Zoll HDD bzw. SSD-Festplatte selbst in einen vollwertigen Musikserver zu verwandeln, allerdings sollte die Installation vom Fachhändler durchgeführt werden. Anschließend kann die dort gespeicherte Musik bei Bedarf wiederum auch anderen Systemen über das Netzwerk zur Verfügung gestellt werden.

Last but not least verfügt der Altair wie oben bereits angedeutet über den sogenannten DAC-Modus. Dabei wird die Streaming-Funktion vollständig umgangen und das Gerät arbeitet ausschließlich als Digital-Analog-Wandler. Apropos D/A-Wandler: Im Inneren des Altair arbeitet übrigens ein ESS ES9018 Chip mit hochpräziser FEMTO Clock – dieselbe Kombination, die auch den Vega zum audiophilen Leckerbissen macht. Im Altair stehen vier verschiedene Filtervarianten zur Verfügung, hier zeigt sich der Vega wiederum noch eine Stufe ausgefeilter. Unterstützt werden aber bei beiden Geräten so ziemlich alle erdenklichen Formate inklusive hochaufgelöster PCM- und DSD-Dateien mit bis zu 32 Bit / 384 kHz bzw. DSD256 (via USB).

Lightning DS

Die Bedienung des Altair erfolgt wie erwähnt vornehmlich über die Lightning DS App, die ausschließlich für iOS verfügbar ist. Sie zeichnet sich in vor allem durch das übersichtliche Interface und – dank des Lightning-Server Konzeptes – durch angenehm zügige Reaktionszeiten aus. Hat man die exklusiven Such- und Sortierparameter erst einmal zur Hand, möchte man diese alsbald nicht mehr missen. Natürlich lassen sich auch sämtliche Einstellungen inklusive der Filteroptionen etc. im Direktzugriff steuern – komfortabler geht es nicht. Übrigens: Nachdem lange Zeit ein iPad unbedingte Voraussetzung für die Nutzung der Software war, ist inzwischen auch eine iPhone Version erhältlich.

Vorschau: Auralic Polaris

Während wir diesen Artikel verfasst haben, ist der im Herbst letzten Jahres vorgestellte Auralic Polaris bei uns eingetroffen. Dieser entspricht in weiten Teilen dem Altair, ist zudem jedoch um eine potente Endstufen-Sektion mit zwei Mal 120 Watt an 8 Ohm erweitert worden. Damit geht der Hersteller den nächsten folgerichtigen Schritt zur kompletten All-In-One Lösung. Wir werden das Gerät in den kommenden Wochen genau unter die Lupe nehmen und laden Sie natürlich ebenfalls herzlich zum Testen ein.

Schlussgedanken

Somit wären wir am Ende unseres Auralic Updates unter besonderer Berücksichtigung des Auralic Altair angekommen. Wenn es um moderne Streaming- und D/A-Lösungen geht, ist der Hersteller mit seinem Programm inzwischen extrem gut aufgestellt und es sind sicherlich in Zukunft weitere Innovationen zu erwarten. Regelmäßige und substanzielle Updates – ob in Form neuer Firmware oder auch des gut strukturierten Support-Centers – zeigen jedenfalls deutlich, dass hier engagierte Produktpflege betrieben wird. So soll es sein.

Update 10.03.2017: Es gab in der Vergangenheit immer mal wieder Hinweise, dass Auralic an einer Webbrowser-Version seiner Steuersoftware arbeitet. Wirklich handfeste Informationen haben wir noch nicht, allerdings sind auf der Facebook Seite von Auralic nun zum ersten Mal Bilder aufgetaucht.

Dieser Post ist auch verfügbar auf: German

Leave a Reply

Required fields are marked *.