Dune HD TV-303D

Dune HD TV-303D, Ansicht Front / Schrägrechts

Dune HD TV-303D, Ansicht Front / Schrägrechts

Geräte des Herstellers Dune HD erfreuen sich unter Kennern seit jeher großer Beliebtheit, insbesondere in den osteuropäischen Ländern. Hier werden auffällig viele Software-Erweiterungen bzw. Plug-ins entwickelt und zur Verfügung gestellt. Heute nehmen wir den TV-303D aus der Compact-Serie genauer unter die Lupe. Arbeiten wir uns also von außen nach innen vor.

Das 160 mm x 36 mm x 116 mm große (bzw. kleine) Gerät zeigt sich  angenehm unscheinbar und unspektakulär. Auf der Frontseite befinden sich lediglich zwei Elemente: Eine Doppelfarb-LED, die — je nach Betriebszustand — rot (stand-by) und blau (eingeschaltet) leuchtet. Rechts daneben ist das Infrarot-Auge. Auffallend sind die sich auf der Ober-, linken und rechten Seite befindlichen, vielen Belüftungsschlitze. Sie stellen sicher, dass der lüfterlose Vielkönner im Betrieb gerade mal handwarm wird. Er agiert wunderbar lautlos. Auf der rechten Gehäuseseite sehen wir einen USB 2.0-Port und einen SD-Karten-Einschub.

Dune HD TV-303D, Ansicht Rückseite / Schrägrechts

Dune HD TV-303D, Ansicht Rückseite / Schrägrechts

Von dieser Perspektive betrachtet, offenbaren sich diverse Anschlussmöglichkeiten (s.u., nächstes Bild). Gut erkennbar ist die Einschubklappe, die Zugang für die Aufnahme und das Entfernen einer 2.5″ SATA-Festplatte im Betrieb gewährt (hot-swappable). Des weiteren erkennen wir auch hier die Luftschlitze.

Dune HD TV-303D, Ansicht Rückseite

Dune HD TV-303D, Ansicht Rückseite

Diese Ansicht gestattet den Blick auf die diversen Anschlussbuchsen, die da sind, von links nach rechts: USB 3.0 (slave-host), USB 2.0, TosLink, Wi-Fi (b/g/n)-Antenne, darunter analog 3,5mm AV out, HDMI 1.4, Aufnahme des IR-Erweiterungskabels, darunter 3,5mm Video composite/component, LAN (10/100/1000 Mbit), Ein-/Aus-Schalter und darunter schließlich die Aufnahme für den Stecker der 12V-Spannungsversorgung.

Bevor der TV-303D  zeigen durfte, was er kann , spielten wir die am 13.8.2013  aktuelle Firmware Version 130515_2104_b6 auf. Sodann offenbarte er sein Können sehr überzeugend. Ob es das Abspielen hochauflösenden Audios war (leider kein .AIF) oder die Wiedergabe von MKVs, DVDs, DVD-ISOs, AVIs, MOVs, WMVs oder Browsen im Internet per Opera/WebKit, Zugriff auf optische Laufwerke per USB, Flash-Drives, Netzwerklaufwerke, Internet-Radio  oder das Nutzen von Online-Diensten per LAN und Wi-Fi: Geschmeidig ist das Wort, das den Eindruck gut bezeichnet. [Aussagen in Foren, dass es ab und an Ruckelt und Zuckelt (speziell bei DTS-HD MA) konnten wir sporadisch bemerken.] Das Video-Upscaling hat uns überaus beeindruckt. Bezüglich Abspielens von BD-ISOs: keine Menüs. Auf die Thematik / Problematik gehen wir hier nicht ein. Der Hauptfilm als solcher wird abgespielt. In unserem Fall war es u.a. Julian Pöslers „Die Wand.“

Die Bedienoberfläche ist zugegebenermaßen einfach, aber das ist genau genommen kein Manko, sondern ein Bonus: Intuitiv und gut navigier- und (in Grenzen) skalierbar: Z.B. lässt es sich einrichten, sofort nach Hochfahren des Gerätes seine Favoriten anzeigen zu lassen. Sehr fein.

Gibt es Negativ-Aspekte? Ja. Und die sind hauptsächlich subjektiver Natur: Die Fernbedienung empfanden wir als — wie sagt man heute?– sub-optimal. Der Druckpunkt ist … Stopp, halt; es gibt keinen. Die FB im Dunkeln zu bedienen, z.B. während des Betrachtens eines Films, erfordert ein Nachtsichtgerät. Hinzufügen bzw. Abspielen eigener Internet-Radiosender mittels .M3U-Playlist schlug komplett fehl. Dem ein oder anderen wird ggf. das Plastikgehäuse missfallen. Andererseits ist das Gerät gerade deshalb angenehm leicht zu transportieren. Die vorinstallierte facebook-Applikation verweigerte ihren Dienst. Der Winkel des IR-Empfängers wirkt ungewöhnlich eingeschränkt. Verwendet man das IR-Erweiterungsauge per Verlängerungskabel, lässt sich dieser Eindruck nivellieren.

Seis drum, vergessen wir bitte nicht den phänomenal günstigen Preis im Vergleich zu Geräten anderer Hersteller wie z.B. Oppo. Für 198 € ist der TV-303D ein Gerät, das — ohne in Übertreibung abzugleiten — Maßstäbe setzt.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo HiFi Fan Markus,
    wir prüfen das bis zum Ende der Woche. Diese Frage taucht immer mal wieder auf; auch in Bezug auf andere Modelle des Herstellers.
    Wir melden uns …
    Mit Gruß

  2. So, getestet wurde:
    FLAC-Rip von Nils Lofgren Band Live, Disc 1 (2002)
    Verwendete software: XLD Version 20130720 (144.0) (Apple OSX)
    Entscheidend ist, CD als single file + cue sheet zu rippen. Letzteres ist entscheidend!
    Abgespielt wurde von externer USB-HD. Das cue sheet erlaubt, track zu track vor- und zurück-cueing und skipping. Funktioniert einwandfrei. Sollte gleichermaßen für NAS gelten.
    Hoffe, dies klärt diese Frage.
    Mit Gruß

  3. Addendum:
    Das für FLAC Geschilderte gilt gleichermaßen für das ‚gapless‘-Abspielen von .mp3-Dateien.

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