Cambridge Audio CX Serie – CX N, CX C und CX A60 in unserer Vorführung

„Cutting Edge Digital Hi-Fi“ lautet das Credo der neuen Cambridge Audio CX Serie und trifft den Nagel damit ziemlich genau auf den Kopf. Die insgesamt sechs Geräte umfassende Modellreihe – ein Netzwerk-Player, ein CD-Spieler, zwei Stereo-Verstärker sowie zwei AV-Receiver – ist technologisch up-to-date, innen wie außen hochwertig konstruiert und mehr als ansprechend designt. Im Zuge der Neuvorstellung musste auch gleich noch der Firmenname dran glauben – Cambridge Audio heißt jetzt offiziell nur noch Cambridge. Ob und wann sich die Namensänderung tatsächlich durchsetzt sei mal dahingestellt. Was die CX Serie selbst betrifft, so dürften sich solche Zweifel allerdings als vollkommen unbegründet erweisen. Wir stellen die Komponenten in aller Kürze vor.

Cambridge CX N, CX C und CX A60 in unseren HiFi-Studios

Cambridge CX N

Der Netzwerk-Player CX N unterstützt alle gängigen Codecs (ALAC, WAV, FLAC, AIFF, WMA, MP3, AAC, HE AAC, AAC+, OGG Vorbis) und verarbeitet hochauflösende Dateien bis zu 24 Bit/192 KHz. Die Weitergabe des Signals erfolgt anschließend entweder auf analogem Weg – gewandelt wird dann mit zwei integrierten Wolfson WM8740 Digital-Analog-Convertern – oder digital via elektrischer S/PDIF beziehungsweise optischer Toslink-Schnittstelle. Eingangsseitig stehen beide Digital-Schnittstellen ebenfalls zur Verfügung, darüber hinaus lassen sich Musikdaten über zwei USB-Eingänge vom Typ A, einen asynchronen USB Audio Input vom Typ B sowie eine Ethernet-Buchse einspeisen. Ein W-LAN Modul ist nicht ins Gerät selbst integriert worden, lässt sich allerdings mithilfe eines optional erhältlichen Wi-Fi Dongles einfach nachrüsten. Speziell für diesen Zweck wurde extra ein weiterer USB-Port reserviert.

Sobald eine Netzwerkverbindung hergestellt ist, besteht einerseits über das universelle Netzwerkprotokoll UPnP sowie den proprietären Service Apple AirPlay Zugriff auf alle erdenklichen Quellgeräte vom Smartphone über den Laptop bis hin zum NAS, andererseits können Spotify und unzählige Webradios direkt auf den CN X gestreamt werden. Des Weiteren wird Bluetooth inklusive des aptX-Codecs unterstützt. Ist die Kompatibilität mit aptX auch beim sendenden Gerät gegeben, kann Musik auch über Bluetooth in etwa in CD-Qualität übertragen werden. Voraussetzung ist hier allerdings, ganz ähnlich der W-LAN Lösung, das Vorhandensein des separat erhältlichen Bluetooth-Moduls BT-100.

Der Netzwerk-Player Cambridge CX N

Die Rückseite des Cambridge CX N

Bei soviel Netzwerk-Fähigkeiten darf natürlich eine umfassende App-Steuerung – in diesem Fall mit der „Cambridge Connect“ App für iOS und Android – nicht fehlen. Alternativ dazu gibt es aber auch Bedienelemente am Gerät selbst sowie eine mitgelieferte Fernbedienung, die neben dem CX N auch gleich den CD-Spieler CX C und die beiden CX A Verstärker steuert.

Insgesamt hinterlässt der Cambridge CX N in Anbetracht der Fülle von Features und Anschlussmöglichkeiten einen äußerst positiven und kompletten Eindruck. Ganz gleich ob im Verbund mit weiteren Geräten der Cambridge CX Serie oder auch innerhalb eines bereits bestehenden, fremden Setups: Der CN X macht als umfassend ausgestattete, digitale Schaltzentrale eine sehr gute Figur und kann ab sofort bei uns in Augenschein genommen werden.

Die Cambridge Connect App

Netzwerk-Player, CD-Spieler und Verstärker lassen sich auch ganz klassisch per Fernbedienung steuern

Cambridge CX C

Bei dem Cambridge CX C handelt es sich um einen auf das absolut Wesentliche reduzierten CD-Spieler. Das bewährte S3 Servo Laufwerk ist ausschließlich auf das Auslesen von CDs ausgelegt und erledigt seine Aufgabe mit höchster Präzision. Die äußerst sorgfältig aufbereiteten Daten (gute Fehlerkorrektur, kaum Jitter) werden nicht intern gewandelt, sondern über S/PDIF oder die optische Toslink-Schnittstelle an einen externen DAC beziehungsweise eine kombinierte DAC-Verstärker-Lösung – naheliegender Weise zum Beispiel CX A60 oder CX A80 – weitergeleitet.

Über den Cambridge CX C gibt es nicht allzu viel zu sagen. Das Gerät macht genau eine Sache, diese aber richtig gut und kann ebenfalls bei uns gehört werden.

Zwei Generation digitaler Musikwiedergabe: Streaming mit dem CX N und für die gute alte CD der CX C CD-Transporter

Cambridge CX A

Um die über das Netzwerk oder per CD zugespielte Musik zu verstärken, bietet Cambridge Audio innerhalb der CX Serie die bereits erwähnten zwei Alternativen an. Während dem größeren CX A80 ein vollsymmetrischer Dual-Mono-Aufbau spendiert wurde, um Interferenzen zwischen linkem und rechtem Kanal noch effektiver vorzubeugen, verzichteten die Ingenieure beim CX A60 auf diese Konstruktionsweise, sodass dieser folglich auch ohne symmetrische XLR-Buchen auskommt. Den asynchronen USB Audio Eingang (Typ B) des CX A80 sucht man beim kleineren Modell ebenfalls vergebens, ansonsten gleichen sich die Anschlussfelder: Zugeführt werden Signale auf digitalem Weg per Toslink (2x), S/PDIF oder via Bluetooth – vorausgesetzt der optional erhältliche Bluetooth-Empfänger BT-100 ist am dafür vorgesehenen USB-Port installiert. Ausgangsseitig warten beide Modelle mit jeweils vier unsymmetrischen Ausgängen (Cinch), Pre Out (Cinch), einem Sub Out (Cinch) sowie den obligatorischen Klemmen für die Lautsprecherkabel auf. Eine weitere Gemeinsamkeit von CX A60 und CX A80 sind die bereits vom CX N bekannten Wolfson WM8740 Digital-Analog-Wandler, hinsichtlich der erbrachten Verstärkerleistung unterscheiden sich beide Geräte dann wiederum: Der CX A60 liefert 2×60 Watt an 8 Ohm und 2×90 Watt an 4 Ohm, der CX A80 2×80 Watt an 8 Ohm beziehungsweise 2×120 Watt an 4 Ohm.

Der Cambridge CX A60 bietet für viele Anwendungen bereits ausreichend Power und punktet mit sattem, dynamischen Sound. Wir sind gespannt wie sich der CX A80 im direkten Vergleich macht.

Unten der Cambridge CX A60 Vollverstärker mit integriertem DAC

Das Anschlussfeld des CX A60 mit dem Bluetooth-Donge BT-100

Die CX-Kombi aus unserer Vorführung in der Rückansicht

Cambridge CX R

Last but not least gehören der CX Serie auch zwei AV-Reiceiver an, die beide auf 7.2-Kanal-Wiedergabe ausgelegt sind. Der größere CX R200 bietet insgesamt großzügigere Anschlussmöglichkeiten – separates Bi-Amping Terminal, separates Zone 2 Terminal, Zone 2 Pre Out, mehr digitale Eingänge, etc. – und wartet selbstverständlich mit den größeren Leistungsreserven auf, während der kleine Bruder CX R120 sowohl im Hinblick auf die Anschlussvielfalt als auch in puncto Verstärkerleistung etwas abgespeckt daherkommt. Besonders positiv hervorzuheben ist die umfassende Unterstützung des 4K-Kopierschutz HDCP 2.2, die bei beiden Modellen jeweils alle HDMI Ein- und Ausgänge umfasst. Ebenfalls vorbildlich ist die weitreichende Netzwerkintegration bei CX R120 und CX R200, sodass sich nicht nur viele der Streaming-Funktionen des CX N (USB, UPnP, Spotify, Webradio, Bluetooth) auch bei den AV-Receivern wiederfinden, sondern sogar Receiver-spezifische Funktionen (Quellauswahl, Start aus dem Stand-by Modus, Update-Installationen, …) bequem mit der Cambridge Connect App gesteuert werden können. Ein kleiner Wehrmutstropfen mag für den einen oder anderen die fehlende Unterstützung der neuen 3D-Sound Formate Dolby Atmos, Auro 3D und DTS:X sein. Davon abgesehen sind aber alle wichtigen Codecs mit an Bord und auch hochauflösendes Audiomaterial im PCM- oder DSD-Format verarbeiten beide Geräte anstandslos.

Noch sind die neuen AV-Receiver von Cambridge nicht erhältlich. Wenn sich der positive Eindruck der HiFi-Komponenten bei den zwei Heimkino-Spezialisten fortsetzt, wird der Markt in Kürze um durchaus zwei interessante Mehrkanal-Verstärker bereichert.

Update: Inzwischen sind natürlich beide AV-Receiver erhältlich und der Kollege Frank hat sich bereits in einem Video dazu geäußert. Zudem haben wir uns auch den Blu-ray Player Cambridge CX U hier im Blog etwas genauer angesehen.

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Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. Habt Ihr schon irgendwelche Kenntnisse, wann (oder sogar: ob) in dieser Serie ein Blu-Ray-Spieler erscheint? Wird der dann als Nachfolger des 752 BD gedacht sein oder erhält dieser einen Nachfolger in der „traditionellen“ Azur-Reihe?
    Viele Grüße
    Michael Hesse

  2. Hallo Michael,

    vielen Dank für deine Anfrage. Wir haben aktuell keine Kenntnisse darüber, dass da etwas in Planung wäre.

    Viele Grüße
    Florian

  3. Hallo!

    Ich habe mir nun endlich den CXR200 geleistet und bin allgemein echt begeistert. Ich muss aber auch zugeben, das ich ein Neuling in dieser HiF High Class Ebene . Vermutlich ist das auch der Grund, dass die für einen Receiver in dieser Preisklasse, meiner Meinung nach, sehr schlechte mangelhafte Beschreibung, mir nicht wirklich weiterhilft. Gibt es da eine ausführlichere Beschreibung der Funktionen und Möglichkeiten? zB wie funktioniert der zusätzliche IR Anschluss, brauche ich da eine eigene VB. Warum ist die Fernbedienung nicht gleich mit IR ausgestattet ?
    Danke, schon mal jetzt für Eure Hilfe !!!!

    BG, Marcus

  4. Hallo Marcus, vielen Dank für deine Nachricht! Schön, dass du grundsätzlich mit dem Cambridge CXR200 zufrieden bist. In der Tat ist die Anleitung nicht optimal, damit muss man leider leben. Solche Infrarot-Schnittstellen sind zum Beispiel dazu gedacht, Geräte außerhalb der Reichweite der normalen Fernbedienung anzusteuern. Man könnte sich etwa ein 2-Zonen-Setup vorstellen, bei dem man über einen IR-Empfänger (der Signale von einer entsprechenden Fernbedienung empfängt) auf den AV-Receiver in einem anderen Raum zugreift. Braucht sicherlich nicht jeder … Kommt darauf an, was man damit vor hat und dann lohnt es sich ggf. da ein bisschen nachzuforschen. Viele Grüße!

  5. Hallo Hifi&Friends …
    haben Sie HÖR-Vergleich-Erfahrung zum Cambridge CXA60 +CXA80 ?
    Welcher der beiden hat das wärmere Klangbild ?
    Welcher spielt druckvoller … lebendiger ? (mehr Leistung = mehr Druck ?)
    von der Leistung her reicht mir der CXA60 …
    aber oben genannte Kriterien stehen im Vordergrund !
    Gruß + vielen Dank
    Michael Venetis

  6. Hallo Herr Venetis,

    vielen Dank für Ihre Frage. Die höheren Leistungsreserven des CXA80 machen sich in einem nachvollziehbar kräftigeren Klangbild bemerkbar, das hört man deutlich im Direktvergleich. Die räumlichen Bedingungen und die Lautsprecher sollten natürlich entsprechend passen. Falls die Entfernung es zulässt, können Sie gerne beide Geräte bei uns in Ruhe im A/B-Vergleich selbst beurteilen!

    Viele Grüße, Florian

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