Audio Physic Classic 30

Blog_Classic_30Audio Physic bleibt sich auch mit der Classic 30 treu. Nicht, dass hier jemand in dieser Aussage einen vorwurfsvollen Ton empfindet. Im Gegenteil: Die Briloner fertigen seit mehr als 25 Jahren Schallwandler höchster Güte und bedienen auch den internationalen Markt. Allein dies zu bewerkstelligen, sollte uns nachhaltig beeindrucken.

Doch zurück zur Classic 30. Sie zeigt erneut eindrucksvoll, mit wieviel Sorgfalt und Akribie bei Audio Physic entwickelt und gearbeitet wird. Und zwar durchweg. Werfen wir beispielsweise einen Blick auf das Gehäuse: Es zeichnet sich durch außerordentliche Verwindungssteifigkeit und Eigenresonanz-Armut aus. Erreicht wird dies u.a. mittels Verwendung und Kombination unterschiedlicher Materialien (wie z.B. Glas) in Sandwich-Bauweise. Der Einsatz aufwendiger Verstrebungen  untermauert den vorbildlichen mechanischen Aufbau des Speakers. Darüber hinaus gelang es den Briloner Entwicklern, die präferierte push-push-Technik im Bassbereich umzusetzen. Im unteren Teil des Gehäuses ist ein Bassmodul eingebettet, in dem zwei hubstarke 18-cm Tieftöner agieren, die leicht versetzt gegenüber montiert sind. Die von innen auf das Gehäuse abgegebene Energie hebt sich dabei gegenseitig nahezu auf.

Transparente Darstellung der Classic 30

Transparente Darstellung der Classic 30

Die Zeichnung verdeutlicht, dass Tiefmittel-, Mittel- und Hochtöner in ihrer eigenen, vom Rest des Gehäuses luftdicht abgetrennten, Kammer arbeiten. Störende Wechselwirkungen mit den energiereichen tiefen Frequenzen über das eingeschlossene Luftvolumen in der Box sind somit ausgeschlossen. Alle Chassis glänzen mit großzügig dimensionierten Antrieben und moderner Architektur. Der Phase-Plug des Mitteltöners der CLASSIC 30 ist starr mit dem Magnetsystem verbunden. Die aufwändige Bauform minimiert Kompressionseffekte in diesem besonders sensiblen Frequenzbereich. Zusätzlich verbessert sich die Wärmeableitung aus dem Schwingsystem, was Verzerrungen bei höheren Lautstärken reduziert. Hohe Frequenzen übernimmt eine 30-Millimeter Gewebekalotte. Um sie herum befindet sich eine sternförmige, akustische Blende, die ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten begünstigt.

Die Hingabe zum Detail hört nicht bei den Chassis und dem Gehäuse auf. Auch dem Anschlussterminal wurde Aufmerksamkeit gewidmet, da auch dies — laut Audio Physic — Einfluss auf das klangliche Gesamtbild  hat. Aus diesem Grunde wird die Classic 30 mit nextgen™-Polklemmen des Herstellers WBT bestückt, die vor Solidität und Passgenauigkeit nur so strotzen.

Zum Klang: Auch hier zeigt es sich erneut, wie souverän und entspannt bzw. entspannend Musikhören sein kann; und  zwar unabhängig von Musikmaterial und -Genre. Doch halt: Viel eindrucksvoller und zugleich aussagekräftiger als Worte je sein können, legen wir dem geneigten Leser es ans Herz, sich in einer Hör-Sitzung einen unmittelbaren Eindruck zu verschaffen. Wir freuen uns auf einen Besuch von Ihnen in unserem Ladengeschäft in Berlin Kreuzberg. Unter der Rufnummer 030-253 753 0  stehen wir Ihnen zwecks Terminabsprache stets gern zur Verfügung.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. Wie sieht es eigentlich generell mit den AP Classic Lautsprechern aus, wenn man sie direkt an die Wand stellen möchte bzw. muss?

    Funktioniert das mit einer Classic 10 und auch mit der Classic 20 und Classic 30? Mit der AP Sitara 25 soll es ja möglich sein, sie direkt an die Wand zu stellen, wenn der Raum nur ca. 18 qm groß wäre.

  2. Hallo Nah Dran

    vorab und ganz wichtig: Empfindung von Schallwellen ist ein subjektiver Vorgang. Daher ist es stets anzuraten, Lautsprecher sowohl beim Händler zu hören, als auch daheim — sofern die Option angeboten wird.

    Unserer Betrachtung und Erfahrung zufolge, sind die Audio Physic Classic 30 tendenziell weniger für wandnahe Aufstellung geeignet. Hier kann es passieren, dass der Bassbereich unnatürlich, aufgebläht und gekünstelt klingt. Das liegt jedoch weniger am Lautsprecher als solchem, als vielmehr an der Kombination von Speaker und der bassverstärkenden Wirkung einer Zimmerwand bzw. ggf. -Ecke.

    Die Classic 10 ist für das geschilderte Szenario besser geeignet, da sie von Hause aus etwas schlanker als ihre Familienmitglieder spielt.

    Im Falle der Classic 20 ist Experimentieren angezeigt.

    Die Sitara 25 kann durchaus in Betracht gezogen werden. Mitentscheidend ist, wie der geschilderte Raum geschnitten, wie er möbliert und verziert ist.

    Und die Elektronik darf selbstverständlich als Einflussfaktor prinzipiell ganz und gar nicht vergessen werden!

    Sofern Sie in / um Berlin leben, schauen Sie gern mal bei uns in der Großbeerenstraße in Berlin-Kreuzberg vorbei oder während eines Berlinbesuchs.

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