Accuphase E-460 im Test

Accuphase E-460 Front

Die letzten Tage konnten wir den Accuphase E-460 ausgiebig testen – wir hatten den Verstärker an der B&W 802 Diamond laufen. Eine Kombination, die uns schon mit dem „alten“ E-450 begeistert hat. Der neue E-460 ist – wie von Accuphase gewöhnt – eine sanfte Evolution mit dem nötigen Feinschliff an den richtigen Ecken und Kanten. Rein optisch fällt zuerst die neue Lautstärkeanzeige auf, wie Sie vom E-560 bekannt ist. Da sich die Stellung des Lautstärkereglers auf die Ferne nicht erkennen lässt ist diese Anzeige eine echte Bereicherung, vor allem wenn Quellen mit unterschiedlichem Pegel eingesetzt werden. Ansonsten gibt es auf der Frontplatte keine großen Neuheiten zu entdecken – die wunderschönen beleuchteten Leistungsanzeigen sind unverändert elegant und zeitlos. Auch bei der Farbe setzt Accuphase auf Bewährtes.


Accuphase E-460 Rückseite

Die Anschlüsse beim Accuphase sind ebenfalls unverändert und setzen auf die Bekannten und bewährten massiven Klemmanschlüsse welche sowohl für blanke Kabel, als auch Gabelschuhe und Bananenstecker geeigent sind.

Auf technischer Seite hat sich der Accuphase in zwei Punkten merklich verändert: Die Stromaufnahme im Ruhezustand wurde erhöht von ca. 60 auf 90 Watt, gleichzeitig ist der Dämpfungsfaktor beinahe verdoppelt worden (von 120 auf 200).
Letzteres zeigt die Vorzüge der Überarbeitung an anspruchsvollen Lautsprechern sehr deutlich: Der E-460 spielt an den großen B&Ws noch druckvoller, kontrollierter und direkter als der E-450. Tonal ist der Unterschied zum Class-A-Modell A-560 klar zu hören, aufgrund der großen Ausgangsleistung des E-460 lässt haben aber beide Boliden Ihre Daseinsberechtigung.
Während der 560er gerade im leisen- und Zimmerlauten Bereich kaum zu schlagen ist lädt der E-460 auch mal zu großen und gar gigantischen Pegeln ein und weist dort den Konstruktionsbedingt schwächeren E-560 in die Schranken.

Insgesamt ist der E-460 eine wertvolle Weiterentwicklung, vor allem da er nun auch noch anspruchsvollere Boxen antreiben kann. Durch die beiden Optionsplatinen (Phono, DA-Wandler, Analogeingang) bietet der neue große Accuphase eine unerreicht „komplette“ Ausstattung an. Es gibt kaum einen Vollverstärker der mit nahezu jeder Situation zurechtkommt und dazu über Optionsplatinen noch weiter an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo,
    nun habe ich nach langem Suchen ein Studio gefunden, die den E-460 schon mal vergleichen konnten. Allerdings fiel dieser Vergleich bei weitem nicht so aus, wie ich es erwartet hatte. Soll heißen, keine Angaben, wie der 460 zum 450er spielt (außer: druckvoller, kontrolierter und direkter). Ich hätte mir Aussagen zur Musikalität usw. zum Vorgänger vorgestellt, oder wurden hier nur Test-CDs angehört…?

    Das könnt ihr doch sicherlich besser…..

    Herzlichst, Rainer

  2. Hallo Rainer,

    Sie wissen doch sicher wie das im HiFi ist: 5 Leute hören eine Anlage zur Probe und anschließend kommen 7 Meinungen raus :).
    Wir haben den E-460 wechselseitig gehört, aber aufgrund des sehr regen Geschäftsbetriebs noch nicht sooo lange, um besonders tiefschürfende Erkenntnisse gewonnen zu haben – bislang beschränkt sich mein Bericht daher auf die Objektiv wahrnehmbaren, direkt reproduzierbaren Unterschiede, die jeder Hörer nachvollziehen kann. Um ins Detail zu gehen brauchen wir noch etwas Zeit mit dem Gerät, schließlich ist er auch erst seit 3 Tagen am Strom. Ich werde den Bericht beizeiten ergänzen.

  3. Sehr verehrte Accuphase-Freunde -und Tester,

    Ich besitze an einem Paar DYnaudio C1 den E-550er. Nun hatte ich schon immer den Wunsch, den E-450 gegen den E-550 zu hören. Als Klassik und Jazzhörer viel mir immer auf, daß meine Kombination sehr weich und rund klingt, aber daß mir etwas am gemeißelten Fundament fehlt. Dasselbe Klangbild, daß ich seinerzeit mit einem Teac P2/D2 hatte, aber mit mit meinem DP77 vermisse. Ich wäre sehr dankbar für Erfahrungsberichte mit Accuphase und Dynaudio.
    Herzlichen Dank im voraus von St

  4. I own an Accuphase E-560 after an E-450. E-560 is in a different league than 450 and I think 460 too. E-560 is simply, the best integrated I have ever heard, regardless the price or brand name.

  5. An alle Accuphasefreunde
    und solche, die meinen, daß eine Triodenröhre unschlagbar sei im Vergleich zu allen Transistorverstärkern.
    Ich hatte die Chance, einen Röhrenvollverstärker, Cary SLI 80, gegen meinen E-460 an zwei Spendor S9 auszuprobieren. Dies ist sicher ein ganz erstklassiger Röhrenvollverstärker.
    Ich bleibe bei meinem Accuphase E-460!
    Vielleicht lag es an der Kombination Spendor – Kimber 8TC – Accuphase DP77, vielleicht daran, daß der E-460 ein Weltklasseverstärker ist, vielleicht der beste, den Accuphase je gebaut hat, – ich höre Natürlichkeit, Wärme, Raum im perfekten Maß, alles paßt. Ich bilde mir ein, als Berufscellist zu wissen, was Klang bedeutet und was einem Originalerlebnis am nächsten kommt.
    Ich war eigentlich selber sehr überrascht, da ich von der Cary-Triodenröhre noch etwas ganz Besonderes erwartet hatte.
    Nein, der Accuphase E-460 hat nichts mehr von der in Erinnerung gebliebenen Flachheit, die seinerzeit ein E-406 im Vergleich zu einem T+A V10 noch besaß.
    Ich kann nun für mich jedenfalls ruhig schlafen mit dem ruhigen Gewissen und mit meinem Statement, daß es keine Triodenröhre braucht, um das Hifi-Paradies zu erreichen…

  6. Liebe Musikfreunde,

    Nach über dreißig Jahren Erfahrung mit Hifi, muß ich eine sonderbare Behauptung in den Raum stellen:
    Je weniger man über ein Gerät liest, umso größer ist die Chance, daß es sich um ein Ausnahmegerät handelt, dessen wahrer Wert im entgegengesetzten Verhältnis zu seiner Bekanntheit steht.
    Bitte schreibt mir Eure Meinung zu meiner Behauptung.
    Über den E-450 las man in Stereoplay noch einen Test, über den E-460 hat Stereoplay noch keinen Test veröffentlicht. Warum? Ich besaß T+A, Electrocompaniet, MacIntosh-Verstärker, Gryphon Diablo, und noch einige andere namhafte Marken, schlussendlich hat für mich Accuphase den größten gemeinsamen Nenner der wichtigsten Eigenschaften für Geräte, die man ein Leben lang behalten möchte.

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